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Kreidler Insignio 2.0 125

Kennzeichen K

Nach einem ersten wenig erfolgreich verlaufenen Anlauf startet Kreidler einen zweiten Versuch, den Kreidler Insignio 2.0 125 in der Klasse günstiger Touren-Scooter zu etablieren. Deutliches Signum der Veränderung ist die futuristische Optik des Leichtkraftrollers

Auf diesem Roller ist Ihnen die Aufmerksamkeit des gesamten restlichen Verkehrs sicher – beim Vorbeifahren schauen die Passanten dem Kreidler Insignio 2.0 fast automatisch hinterher. Das liegt an der avantgardistisch gestalteten, hochgezogenen Front mit dem lenkerfesten Windschild, das beim Lenken mitschwingt und den Vorbau teilt. Diese merkmalgebende Optik, (Insignio lateinisch für Merkmal) ist der Grund für den Titel 2.0: Der Vergangenheit kam der normal bis schwülstig gestylte Scooter nämlich nicht so an wie gewünscht, deshalb stellt sich die zweite Generation des Vierzehnzoll-Städters komplett umgestaltet und extrovertiert dar. Denn auch beim Hinterherschauen bietet der Kreidler einen futuristischen Anblick: Die Rückleuchten und Bremslichter sind komplett mit LEDs bestückt, auch die langen Blinkerleisten veranstalten mit diesen modernen Leuchtmitteln ein regelrechtes Wetterleuchten.

Hinter dem bulligen Vorbau hat der Insignio ein integrierendes Ambiente zu bieten. Zum Platznehmen muss nur das Bein über den hohen Mitteltunnel geschwungen werden, schon fühlt man sich auf der rot abgesteppten Stufensitzbank heimisch bei kompakter Bettung. Während das Hinterteil auf einem üppigen Polster ruht, gibt es nur wenig Platz, um die Füße abzustellen – für eine bequeme Touringstellung gegen den Bug ist die Auflage einfach zu steil. Die Knie sind durch das hohe Trittbrett sehr weit vorn, was den Bewegungsspielraum einengt; die Winkel selbst fallen indes moderat aus. Überhaupt sitzt man sehr nah am Lenker, das ist gut für die Kontrolle, fühlt sich aber etwas gedrängt an. Immerhin kommt man so in den Genuss eines guten Wind- und Wetterschutzes hinter der Scheibe und Frontverkleidung, Oberkörper und Beine bleiben weitgehend zugfrei. Nur die Geräuschkulisse im Helm ist verhältnismäßig laut.

Als Beifahrer sieht das anders aus: Durch die deutlich höhere Auflage der gestuften Sitzbank hängt man dort mehr im Wind, genießt aber großzügige Platzverhältnisse und zwei stabile, Vertrauen schaffende Halterelings. Lediglich die Auflagen für die Stiefel sind knapp bemessen.

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13.06.2014