Gilera Runner 50 SP und PJ

Dauerläufer

Weit mehr als 15 Jahr ist der Gilera Runner mittlerweile auf dem Markt, „up to date“ wie je zuvor und aus der sportlichen Rollerszene nicht mehr weg zu denken. Entsprechend groß ist das Angebot auf dem Gebrauchtsektor. Aber auch undurchsichtig, was die Modellvielfalt des Runners betrifft.

Als der Gilera Runner 1997 das Licht der Welt erblickte, revolutionierte er die Roller-Welt. Er machte Schluss mit dem klassischen Bild eines Scooters, das zwischen Lenker und Sitzbank einen freien Durchstieg vorsah, in dem sich der obligatorische Kasten Bier zur nächsten Baggersee-Fete transportieren ließ. Stattdessen war der freie Blick zur anderen Seite beim Runner durch einen erhöhten Mitteltunnel verstellt, unter dem sich ein stabiles Geflecht aus Rahmenrohren nebst Tank versteckte. Diese Besonderheit verlieh dem Runner rein optisch fast schon motorradhafte Züge. Und nicht nur das. Durch die neuartige Rahmenkonstruktion erhielt das Fahrwerk eine Steifigkeit, die Rollern bislang unbekannt war. Grund genug, den Runner von Beginn seiner Karriere an nicht nur mit einem 50er-Triebwerk, sondern bald auch mit 125er-, 180er und später sogar 200er-Motoren auszustatten. Darüber hinaus rief Gilera in Zusammenarbeit mit Malossi mit der Trofeo Runner eine Scooter-Rennserie ins Leben, um den sportlichen Charakter des Runners zu unterstreichen. Bis heute ist Motorentuning beim Runner weit häufiger anzutreffen, als bei allen anderen Rollern auf dem Gebrauchtmarkt.

Gilera Runner 50

Vorne und hinten arbeitet je eine Scheibenbremse. Das Cockpit strahlt reduzierte Sportlichkeit aus. Kritik verdient die Auspuffanlage, die dazu neigt, schnell Rost anzusetzen.

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28.05.2014