e-Solex

Lebende Legende

Das legendäre Velosolex ist zurück, jedoch ohne Emissionen, komplett geräuschlos und ein wenig verändert: Statt knatterndem Zweitakter mit Rollenantrieb am Vorderrad sorgt hier ein Radnabenmotor im Hinterrad für Vortrieb. Dort, wo früher der Motor angebracht war, befindet sich heute nur noch ein kleines Werkzeugfach mit integriertem Frontscheinwerfer. Der E-Motor ist mit 400 Watt nicht sonderlich stark, im mit 44 kg extrem leichten e-Solex 2.0 reicht das zu passablen 35 km/h – eine 25 km/h-Mofaversion ist ebenfalls erhältlich.

Nichtsdestotrotz gilt: Ein Helm muss aufgezogen werden, auch wenn das obige Bild der jungen Dame etwas anderes suggeriert. Mit dem eingebauten 16-Ah-Lithium-Polymer- Akku – die Ladedauer beträgt für 70 Prozent etwa vier Stunden, für volle Ladung sind etwa acht Stunden einzukalkulieren – kommt das e-Solex 25 bis 40 Kilometer weit, was für die Innenstadt reichen sollte. Außerdem kann man wie bei der alten Solex weiterhin selber trampeln wie bei einem Fahrrad, aufgrund des geringen Gesamtgewichts geht das sogar ganz gut.

e-solex

Beim Fahrkomfort ist der Fortschritt jedoch fast stehengeblieben: Eine Feder unterm Sattel muss für die gesamte Dämpfungs- und Federarbeit genügen. Dafür ist der Nostalgie-Nachbau mit zwei 160er-Scheibenbremsen versehen, die mechanisch über Bowdenzüge betätigt werden.

Dass die e-Solex der alten Solex so gelungen nachempfunden ist, macht sie zum Hingucker mit hohem Spaß- und Nostalgiefaktor. Und der zu zahlende Preis von knapp 2000 Euro erscheint dafür nicht zu hoch.

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05.04.2013